25.09.2016

Warum und welches Unternehmen muss sich an DGUV-Vorschriften halten?

Welche Unternehmen müssen die Vorschriften laut DGUV (Deutsche gesetzliche Unfallversicherung) einhalten und welche Pflichten sind damit verbunden?

 

Gesetzliche Grundlage:

  1. Laut ArbSchG „§4 Allgemeine Grundsätze“ ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet seine Mitarbeiter zu schützen und mögliche Gefahren an der Quelle zu bekämpfen!
  2. Im „Sozialgesetzbuch 7 15 Unfallverhütungsvorschriften“ ist des Weiteren festgelegt das die DGUV-Vorschriften sogenanntes autonomes Recht  der Berufsgenossenschaften darstellen und sind für die Mitglieder der Berufsgenossenschaften verbindlich!
  3. Ein Teil der DIN EN ISO 9001 (Zertifizierung) ist die Einhaltung der für das Unternehmen relevanten Vorschriften, Gesetze und Verordnungen.
  4. Zu aller Letzt wird in der DGUV-Vorschrift 1 §1 dargestellt das die Unfallverhütungsvorschriften (DGUV-V) für alle Unternehmer und Angestellten gültig sind. Im §2 wird noch auf die Gesetzeslage wie unter Punkt 1 und 2 dargestellt verwiesen.

 

Somit sind alle Unternehmen die einem Unfallversicherungsträger angehören, verpflichtet sich an diese DGUV-Vorschriften zu halten.

 

Wer Prüft die Einhaltung der DGUV-Vorschriften?

Der Unfallversicherungsträger sprich die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung die seit 2014 mit der Berufsgenossenschaft verschmolzen wurde, hat jederzeit das Recht sich im Unternehmen einen Einblick zu verschaffen oder sich Prüfnachweise zuschicken zu lassen.

Ebenfalls gibt es eine Reihe von DGUV-Vorschriften die für Sachversicherung wie z.B. Brandschutzversicherung zwingend notwendig sind. Sehr oft ist es so, das sich in den AGB`S der Sachversicherungen Verweise z.B. auf die Einhaltung und Nachweispflicht der DGUV-V3 zu finden sind.

Bei der V3 ist der Unternehmer verpflichtet den sogenannten E-Check für seine elektrischen Verbraucher prüfen zu lassen. Jedoch wissen die meisten Unternehmer dies nicht und werden oftmals erst mit der Aufforderung der Nachweiserbringung seitens der Versicherungen auf diesen Missstand aufmerksam.

 

Was steckt hinter der DGUV-V3?

Betreiber von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln sind also gesetzlich dazu verpflichtet, regelmäßig einen E-Check durchzuführen und müssen im Schadensfall den E-Check, z. B. nach DGUV Vorschrift 3 (BGV A3), nachweisen. Mit dem E-Check werden somit gefährliche Mängel frühzeitig erkannt und die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht.

Die DIN VDE-Bestimmungen sehen vor:

  • Ortsveränderliche Betriebsmittel (mobile elektrische Geräte) sind nach DGUV alle 6 - 24 Monate je nach Gefährdungspotential einem E-Check zu unterziehen. Hierzu gehören z. B. Computer, Drucker, Kaffeemaschinen, Faxe und Bohrmaschinen.
  • Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel sind nach DGUV (BGV A3) alle 4 Jahre einem E-Check zu unterziehen. Hierzu zählen beispielsweise Leuchten, Verteilungen, Kabel und Leitungen.

 

Schematischer Ablauf der Prüfung laut DGUV-V3

Zuerst muss eine Gefährdungsbeurteilung über alle elektrischen Verbraucher erstellt werden, diese kann vom Unternehmer aber auch von Prüfdienstleistern übernommen werden. In dieser werden auch die notwendigen Prüfintervalle sowie Messungen festgelegt.

Anschließend werden alle ortsfeste und ortsveränderliche Betriebsmittel werden mit einem Speziell zugelassenen Gerät das z.B. laut DIN 0701-0702 die erforderlichen Messungen durchführen kann geprüft und mit einem Aufkleber gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung stellt ähnlich einem TÜV-Siegel das nächste Prüfdatum dar.

Nach Erfolgter Prüfung wird zu jedem Prüfling ein Messprotokoll erstellt das sich der Unternehmer gut gesichert gegen Brand aufheben muss. Die Messung gibt einen Hinweis dass das Geprüfte Gerät zum Zeitpunkt der Messung sicher gegen Stromschläge und Kurzschlüsse ist.

 

Wer kann die Prüfung durchführen?

Die Prüfung kann von einer Elektrofachkraft die laut TÜV Zertifiziert ist, durchgeführt werden. Da viele Unternehmen aber keine Elektrofachkraft mit dem notwendigen Messequipment angestellt haben, macht es Sinn dies von Spezialisten durchführen zu lassen.

Die Firma Main Control hat sich z.B. darauf spezialisiert und kann Ihnen von der Gefährdungsbeurteilung bis hin zur rechtssicheren Dokumentation jederzeit unterstützen. Sprechen Sie uns einfach an.

Zusammenfassung:

  • DGUV-Vorschriften sind für alle Unternehmen die einem Unfallversicherungsträger angehören, verpflichtend durchzuführen!
  • Rechtssichere Dokumentation ist für Berufsgenossenschaft und Sachversicherer wichtig!
  • Prüfungen können kostengünstig durch Dienstleister wie Main-Control durchgeführt werden!

 

 

Ist Ihr Unternehmen rechtssicher aufgestellt, wir helfen Ihnen dabei!

 

Hier können Sie unseren Bericht als PDF herunterladen.

 

 

 
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